Einmal in meinem Leben habe ich das gemacht - Perlen in der richtigen farblichen Reihenfolge auf den Faden gefädelt und einen Perlenpanzer gestrickt (aber das ist eine andere Geschichte...).
Jedoch die Methode, mit der Häkelnadel die Perle einfach über die aktuelle Masche zu stülpen, die hatte ich noch nicht probiert (und der Wissenschaft halber will ich jede Methode zumindest einmal probieren).

Da war es ein günstiges Zusammentreffen, dass ich beim Wolle Rödel geeignete Perlen erwerben konnte und zudem auch endlich mal ein mysteriöser Schal (Nummer Vier) meine Gunst fand. Als Häkelnadel dient eine der bei mir mehrfach vohandenen, antiken Seidenstrumpfreparaturnadeln...
Gestern habe ich spontan beschlossen, alles mal auszuprobieren. Ich stricke mit zwei unterschiedlichen Fäden Strickmaschinengarn, die farblich jedoch fast gleich sind. Der Schal hat nicht viel "Fleisch", ist sehr zart und dünn. Meine Befürchtung war, dass Perlen eine Art Neunschwänzige Katze hervorbringen - stimmt! Der Schal ist gut geeignet, einem nächtlichen Angreifer schwere Kopfwunden beizubringen.
Und diese rubinroten Perlen erschlagen das Lochmuster ein wenig - aber es wurde ja nach Kontrast verlangt!
Trotzdem will ich weitermachen (auch wenn ich noch zwei Döschen Perlen kaufen muss - wer ahnt schon wie viele in einem 17-Gramm-Döschen sind, wenn die Anleitung a thousand Perlen verlangt!?)
Und dann - irgendwann - gehe ich Probe-Peitschen... :-)))

Das war - abgesehen von der Farbwahl - wirklich etwas eintönig.
Aber immerhin sind die Resteknäuel nun merklich reduziert.
Ich habe mich irgendwann zum Thema "Vier Jahreszeiten" hinreißen lassen, auch wenn im Sommer wohl kaum.. :-)
Nun ja.
(Die sind alle schon vergeben)
Und (wichtiger): Ich habe nichts dafür eingekauft.
Ein kleiner, ranziger Quader Butter ist noch da.
Heute Abend lassen wir den Chinesen kommen und morgen... schaumermal.
Wie dämlich. Unsere ganzen Planungen für den Samstag bestanden (mal wieder) aus Einkaufs-G'schichten. Schwedisches Möbelhaus? Ja, möglicherweise. Auf jeden Fall Getränkekisten aufstocken.
Und jetzt?
Verdursten und Verhungern ;-)

Eine Stunde oder zwei habe ich mir doch abgeknapst, um was für mich selbst zu stricken. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich zu den schwarzen Mänteln was Pastelliges um den Hals brauche, daher habe ich einen Chicabean Scarf angefangen.
Das Material ist das wunderbar gefärbte Cotswold, das ich einst von einer lieben Leserin geschenkt bekommen hatte, und als Dochtgarn versponnen habe. Das ist Mohair sehr ähnlich, glänzend und farbintensiv.
Die ganze Schönheit wird sich erst beim Spannen erweisen. Und wenn der Schal zu schmal werden sollte - was ich nicht glaube - bin ich frei, nach Art der Victorian Laces eine Kante drumherum zu stricken.
Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2008
Mittlerweile stricke ich gern Socken (passt natürlich auch auf Pullover und Co.) nach englischen Anleitungen; dabei fällt mir auf, dass oft Nadelstärke/Garnwahl nicht immer für 4-fädiges Sockengarn passt - z.B. werden für die Denmark Socken aus Knitting on the Road von Nancy Bush 3,25mm Nadeln und Garn mit 120m/50g verwendet. Da das Internet ja unglaubliche Möglichkeiten bietet, werde ich mir diese Socken über Google und Flickr ansehen, um herauszubekommen, wie andere das gehandelt haben. Wie hältst du das ... schaust du dir vorher auch über das Netz das Strickstück vorher an, um dir Tipps zu holen?
Ja, doch, stimmt schon. Ich schau mir gerne Detailaufnahmen an - und die finde ich oft bei ravelry - um die Wirkung einschätzen zu können, also gewissermaßen zu sehen, wie's gemeint ist. Schon allein, weil ich selten das Originalgarn verwende.
Da kommt dann aber noch hinzu, dass ich grundsätzlich eine halbe Nadelstärke kleiner nehmen muss, um eine ähnliche Maschenprobe zu erzielen, bei dickeren Stärken sogar eine ganze (ich stricke gerade etwas, bei dem 8er Nadeln verlangt werden, mit 7 mm).
Und ich finde dieses Regenwetter un-mög-lich.
...auch wenn's gut für die Landwirtschaft ist :-)))

Schon besser. Die gingen schnell - eineinhalb Abende - lange Abende allerdings - und passen auch. Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Farbverteilung, hätte die beiden recht ähnlichen Orange-Töne nicht so nah beieinander verwenden sollen. Deshalb mache ich demnächst noch ein Paar, mit eher dunklem Schwerpunkt.
Dies sind übrigens handgesponnene Reste von etlichen Fair-Isle-Projekten. Und davon habe ich noch jede Menge, wenn auch viele trübe Töne.
Die Streifen sind natürlich die bewährten Fibonacci-Streifen, die ein wenig zufällig wirken und es doch nicht sind.
Bei meinem alten Fibonacci-Pulli hatte ich nur bis 8 "ge-fibonacci-t". Dadurch waren die hellen und dunklen Farben besser verteilt. Aber soooo oft wollte ich bei den Fäustlingen dann doch nicht Fäden vernähen, daher hier bis 13.












