Wie stellst Du Dir das ideale Strickbuch vor?
Mal abgesehen davon, dass einem möglichst viele Modelle gefallen sollten: Was ist Dir noch wichtig? Wärst Du bereit, für eine höhere Qualität (Einband, Papier, Format etc.) auch einen höheren Preis zu bezahlen?
Herzlichen Dank an Tina für die heutige Frage!
Das ideale Strickbuch gibt es garantiert nicht, denn selbst wenn man von den Geschmacksfragen absieht, ist der Stand der Technik bei jeder Leserin unterschiedlich. Für mich sollten möglichst wenig Seiten für Erläuterungen der Grundtechnik verwendet werden und lieber mehr Modelle drin sein.
Aber im allgemeinen sind mir Hardcovers schon lieber und ich freue mich über die Langlebigkeit dieser Bücher. Zu groß sollte es nicht sein, nicht über DIN A 4. Und das Papier... Nun ja, oft stinkt Hochglanzpapier ziemlich intensiv, das muss aber dennoch sein. Doch, doch...ich will ja die Modelle in all ihrer Pracht sehen.

Und auch Honeysuckle wird noch be-arbeitet. Wenn auch nicht so häufig.
Honeysuckle?
Das ist das Tischtuch mit Ärmeln aus dem letzten Rowan-Heft (ach, bin ich froh, dass es bald wieder ein Winter-Heft geben wird...).
Ich stricke gerade die Borte an - im Gegensatz zur Anleitung, die vorsieht, die Borte anzunähen (Horror). Ich stricke einfach immer am Ende einer Rückreihe zwei Maschen zusammen (die letzte der Borte mit der nächsten vom Rund). Aber lästig und langweilig ist es trotzdem, daher nicht so oft und nicht so gerne.

Da, schaut! Es geht schnell. Aber meine Version ist farbenmäßig schon ziemlich weit weg vom Original. Das kommt davon. Ich verwende übrigens Junghans Merino superwash - bis auf Lila und Orange, das ist Merino 2000 von Lana Grossa.
Fühlt sich bloß völlig anders an als meine sonstigen Norweger-Sachen. Eben weil es Gummi-Merino ist. Das eignet sich eigentlich nicht für so was. Jammer.
Na, ich zieh das jetzt durch und dann bin ich mal gespannt, ob die Kraus-Rechts-Kante nicht etwa ewig nach oben klappt. Quengel.

Es war viel zu labberig und zu groß. Den nächsten Versuch habe ich mit 3er Nadel gestartet, das schien zu klappen.
Dann hatte ich keine Lust auf einen Saum und habe erst mal 240 Maschen mit der 2,5er Nadel in Kraus-Rechts gestrickt. Die 3er Nadel erwies sich dann nach zwei oder drei Runden doch als zu waghalsig (weil die Maschenproben in Hin- und Rückreihen gestrickt waren - das wird bei mir immer lockerer als glatt rechts) und ich bin - nach dem Motto: Ich trenn' doch nix auf, ey! - einfach auf die 3,5er umgestiegen.
Höllisch die Runden, bei denen drei Farben zu Einsatz kommen. Höllisch auch das Material, weil es so dehnbar ist. Nächstes Mal spinne ich lieber wieder selbst. Echt!

Das doofe G'schau ließ sich dann nicht mehr korrigieren. Und das Höschen passt ja wohl bestens. Kicher.
Modell: Frode aus Viking Patterns... von Elsebeth Lavold.
Material: Schachenmayr Alpaka fashion, 600 Gramm.
Nadeln: 3,5
Modifikationen: Armausschnitte und Armkugeln (natürlich). Die Ärmel habe ich entsprechend schmaler gestaltet.
Übrigens: Die Tante bei Wolle R. zu München hat damals "Siebenhundert Gramm???" gefragt - ganz entgeistert. Huch! Ja, ich will nicht nur ein Knäuel wie deine anderen Kundinnen... Aber: Na gut, liebe Verkäuferinnen-Tante. Ich habe nur 600 Gramm verbraucht.
Das gibt mal wieder irgendeinen Schal. Ich bin nämlich auch zu träge, zwei Knäuel zurück zu tragen und überhaupt den Kassenzettel sorgfältig aufzubewahren und solche Dinge. Keine Chance.












