
Seht die Pracht! Eine Impression vom Rückenteil ist das. Und das zweite Vorderteil st auch schon angefangen. Aber leider wird die Jacke nicht so rechtzeitig fertig, dass die Freundin sie noch auf die Reise mitnehmen könnte (auf die Insel in die nördliche Nordsee - was bin ich neidisch...).
Man sieht aber beim Stricken, dass was wächst - das finde ich bei solchen Mustern sehr angenehm.
Und für die eine oder andere, die sich überlegt, diese Jacke auch zu stricken. Bitte die Fehlerliste beachten:
- Es werden zwei linke Maschen in der Rückreihe (in der Mitte der 5 Maschen) zugenommen.
- in der nächsten Reihe wird die mittlere Masche besser links verschränkt abgestrickt.
- Und am Ende des Kringels werden nicht 7 sondern 6 Maschen abgenommen (wobei man am Ende die Masche nicht mehr auf die linke Nadel heben muss - die ist da schon).

Auch gelogen: Die Ärmel sind nicht wirklich zu lang. Wenn man sich bewegt, rutschen die hoch und sind wieder dreiviertel-lang.

Allerdings in der tödlichen Nähe von zu kurzen Ärmeln. :-)
Also doch Gemecker... Meckermeckermecker.
Dafür habe ich jede Menge Spaß beim Stricken von Celtic - schon ein Ärmel, ein Rückenteil und ein halbes Vorderteil.

...und beim Stricken des Drops-Jäckchens, hier das stillgelegte Rückenteil - man sieht schon die Schultern. Inzwischen habe ich beschlossen, die Rückseite als Außenseite zu verwenden, denn dort zeigen sich keine so harten Grate an den Seiten des Quadrates. Das sieht schöner aus. Eine andere Änderung betrifft den rückwärtigen Halsausschnitt, den habe ich etwas abgeschrägt, nicht so eckig wie angegeben.
Spaßig, echt.
Aber meine Handgelenke ächzen.
À propos waschen - bei dem grauenvollen Regen gestern sind wir dennoch nach Landshut zu der Ausstellung Ewig blühe Bayerns Land gefahren. Das hat sich sehr gelohnt (die trötenden, weinseligen Fürstenhochzeitsfeierer blieben unter den Dächern und in den Kneipen). Wir hatten auch eine Führung, das kann ich sehr empfehlen - in unserem Fall einer der Ausstellungsmacher persönlich, ein alter Kommilitone (der seinen eigenen, unseren ehemaligen Prof geführt hat). :) Jedenfalls wird da sehr anschaulich dokumentiert, wie die italienische Renaissance ins Bayernland kam. Die Architektur der Landshuter Stadtresidenz ist exquisit. Und auch die italienische Malerei hatte damals großen Einfluss.
Also, auf nach Landshut!

Die hängenden Spannfäden innen sind tödlich, wenn man einen Ring mit Stein oder so trägt.
Ein Plädoyer für das Originalgarn ist diese Jacke.
Aber eigentlich ist sie schon ganz schön (auch wenn ich sie wahrscheinlich nicht behalten werde) und vielleicht habe ich am Wochenende Lust, sie mal anzuziehen und mich knipsen zu lassen.
Grmpf.

Hier der Rundanschlag, wobei diese Version - aus der Bayer'schen Bibel - noch eleganter ist. Ich habe statt der festen Maschen eben gleich eine rechts, eine links aus dem Rund herausgestrickt, weil es ja kraus rechts weitergeht...
Aber wichtig ist die Lage der Schlinge, mit dem Fadenende (das natürlich länger sein sollte) nach links - dann kann man das, wie gesagt, einfach zusammenziehen.

Ich muss mal eine neue Kamera kaufen. Eine die bessere Nahaufnahmen macht. Jetzt musste ich die Schmuckdesignerin bemühen. Vielen Dank!
Hier also ein Eindruck, was aus den gehäkelten Tierköpfen wird. Die Schweine werden dann ebenso verarbeitet.



Das habe ich gestern nachmittag auch noch gemacht. Graues Garn in buntes verwandelt. Richtig wie in einer Großküche mit mehreren Töpfen gleichzeitig plus Mikrowelle bin ich herumgesprungen. Farblich habe ich mich nicht verkünstelt und diese direkt aus dem Ashford-Töpfchen genommen - bis auf das Violett, das musste ich mischen. Und beim Grün habe ich mit Gelb einen freundlicheren Ton nachgefärbt. Man sieht bei den ehemals weißen Bindefäden schön, wie das Grau die Farben verändert hat.
Die Stränge aus den Töpfen, die sehr heftig gekocht haben, haben dennoch das Ganze unbeschadeter überstanden - ich dachte immer, dass die Mikrowelle schonender ist... Aber nun ja, wenn man 10 Minuten bei 850 Watt mit 3 Minuten aufkochen vergleicht...
Mann bin ich heute müde!

...erst mit den recht kurzen Knitpicks (oderwiedieauchimmerjetztheißen), dann...

mit den langen Kasein-Nadeln.
Erst mal mit 2,75 mm (mal sehen, ob ich eine Rundnadel in dieser Stärke habe).
Ich habe übrigens die Maschen an den Kanten auch kraus gestrickt - entgegen der Anleitung - denn das sah nicht gut aus. Und für alle, die das noch nicht kennen: Acht Maschen im Rund schlägt man am besten an, indem man aus einer Garnschlaufe abwechselnd rechte und linke Maschen herausstrickt. Dann kann man das Rund zusammenziehen. Sehr elegant.












