
Irgendwie schienen die Ideen nicht über Topflappen hinauszukommen. Doch dann hatte ich eine Erscheinung.*

Und fügte alles wohlfeil zu Streifen. Sehr schöne Streifen, das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Was machen die Streifen? Sie wollen Gams werden.
* Die Erscheinung war eine entsprechende gestreifte Hose bei ravelry. Also: Alles gelogen.
Und so kam es, dass ich zwei Abende bang gestrickt habe. Und siehe, es ward gut. Wirklich! Ich ziehe so was vielleicht nicht "in der Öffentlichkeit" an, aber am Strand und vor allem an heißen Tagen zuhause. Ach ja! Bild!

Ich war so superschlau und habe die Kanten gleich kraus rechts gestrickt, jetzt bin ich gespannt, ob die wohl das Einrollen sein lassen werden. Und ein Foto mit Inhalt wird es natürlich auch geben (was geht mich mein Hüftspeck an?). Doch erst nach dem Waschen. Man sieht aber deutlich, dass ich auch auf die Zöpfe verzichtet habe.
Bang war ich auch wegen der verkürzten Reihen, welche dem Hinterteil Platz geben sollen, doch auch diese ließen sich trotz einreihiger Streifen mit etwas auf-der-Nadel-Hin-und-Her-Geschiebe bewältigen.
Wie viele der Pullover und Jacken, die ihr für euch selbst gestrickt habt, tragt ihr auch tatsächlich? Wobei "tatsächlich tragen" "mindestens einmal im Monat" und "in der Öffentlichkeit" bedeutet.
Vielen Dank an Nina für die heutige Frage!
Schöne Frage - schöne Formulierung: "in der Öffentlichkeit", jaja, das ist was anderes als der olle Hauspulli.
Ich würde mal sagen, dass ich 90% der Pullis und Jacken, die ich selbst gestrickt habe, auch trage. Die restlichen 10% sind einfach zu spät erkannte misslungene Teile, die ich baldmöglichst abzustoßen versuche.
Ich hatte mir 1998 ein Strickteil-Kaufverbot auferlegt, das ich auch ganz gut durchhalte. Nur eine Baumwollstrickjacke in Schwarz hie und da flutschte da durch. Ansonsten ist alles, was ich trage, selbstgestrickt - früher mehr Maschinenstrick - heute eher Handstrick.

Material: FI-Reste (die jetzt nur noch düster sind - also die Reste der Reste...).
Nadeln 3,25 und 2er für die FI-Teile und die Würstel.
Weggelassen habe ich die Knöpfe und Knopflöcher, die Doppelung der FI-Bündchen und auch sonst einiges.

Das wird noch ein Resteverwertungs-Projekt. Der Schal namens Color on Color aus Resten meiner FI-Garne. Ich bin schon ein Stückchen weiter als hier und muss bereits feststellen, dass die Reste nur unmerklich schrumpfen, dafür dauert alles ziemlich lang.
Die Originalfarben sind natürlich viel schöner - pastelliger - aber, so dachte ich, wer gibt schon eine Million für STICKgarn zum Stricken aus? Viele, wie ich jetzt bei ravelry sehen konnte. Da waren allerdings auch interessante Varianten zu sehen. Ein ganz finsterer aus Sockengarnresten, den ich eher mit Black on Black betiteln würde, den ich aber am allerbesten fand.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde diesen Schal nicht tragen, der wird verscherbelt.

Vor einiger Zeit schon fertig geworden: Das Silk Corselet, hier aus Baumwolle und wegen Knopfkauf-Unlust einfach mit einer Kordel "zusammengenäht". Schon brauchbar. Ich dachte, ich sehe damit zu "gewöhnlich" aus, aber im Sommer geht das schon.

Dann der Kauni-Ärmelschal. Eher als Resteverwertung gedacht und auch ganz geglückt. Die Reste sind jedenfalls weg.
Die Anleitung stammt aus einem Vogue-Heft - aber ohne Rüschen.
(Oberes Foto: RA Jerry Espenson - Wer von euch kennt den?)

Und schließlich Ravenscar. Finde ich richtig gut und die Farbe steht mir auch. So was gehört für mich zwar in die Kategorie "Bademode", denn das passt wirklich zum Meeresspaziergang (dieses Jahr leider nicht), aber Bademode braucht es ja auch und wer weiß, ob ich die Jacke nicht doch im sommerlichen Alltag trage.
Zum Thema "Ausleiern": Ich habe die Jacke in der 40°-Wäsche mitgewaschen und dann ganz mutig auf einen Bügel gehängt.
Kein Problem!












