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Ein Strickblog

 
Die verstrickte Dienstagsfrage 33/2010

In allen Strickbüchern wird seitenlang und immer wieder eindringlich auf die Notwendigkeit des gründlichen Faden-vernähens hingewiesen. Für viele ist das vernähen aber ein lästige Sache.
Ist Euch schon mal ein Strickstück ruiniert worden, weil die Fäden nicht gut vernäht waren?
Welches sind Eure Tipps für schnelles und effektives Faden-vernähen?
Herzlichen Dank an Antje für die heutige Frage!


Seitenlang und eindringlich :)))
Köstlich!
Ich setze neue Knäuel möglichst an der Naht neu an und mache nach ein paar Reihen einen Überhandknoten. Die Enden ziehe ich dann nach dem Zusammennähen in die Nahtzugabe. Dauert nur Sekunden.
Aber grundsätzlich vernähe ich gerne. Das kann ich stundenlang - gehört doch mit dazu!
Und ruiniert habe ich noch nie was durch schlampiges Vernähen, auch wenn ich vor 20 Jahren zum Beispiel nur geknotet habe. Im Gegenteil: Die Nähte existieren am längsten und sind, falls ich was auftrennen muss, das Widerspenstigste von allem.

Nur der Vollständigkeit halber: Der Cambell Scarf von allen Seiten. Schon gewaltig warm. Aber der wird im kommenden Winter sicher viel getragen.
Auch der Hammer, wie gesagt: Norweger- und Intarsientechnik gleichzeitig.
Verbrauch knappe 400 Gramm. Modell aus einem Rowan-Winterheft.

Ach, P.S.: Die Rückseite (gar nicht so schlimm...)


Fertig gestickt: Morning Glory. Gestern abend habe ich noch wie eine Wahnsinnige die ganzen (langweiligen) écru-farbenen Felder oben gestickt. Marathon! Dafür bezahle ich heute mit Schlappheit.
Ich denke daran, gleich noch eine Stickerei anzufangen, denn noch lockt mich das Stricken nicht.
Notiz an mich: "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" "Geh endlich mal Kissenfüllungen kaufen!" :-)))

Und jetzt gehe ich erst mal die Spam-Kommentare (bei myblog.de) löschen, die mein Blog vorletzte Nacht verseucht haben.


Von dem Garn für den Schal habe ich nun ca. 170 Gramm übrig. Da muss was passieren. Ich dachte an einen gewebten Schal, habe gut die Hälfte für die Kette abgewogen und sorgfältig über fünf Schraubzwingen gezettelt:

Dann wurde "aufgebäumt" und ich konnte loslegen. Nach viermal Hin und Her hatte ich die Nase schon wieder voll. ;-)
Das sah nicht schön aus und das schlampige Aufwickeln der Kette hat wieder mal ungleichmäßige Spannung der Fäden erzeugt.
Glücklicherweise konnte ich alles wieder ordentlich aufwickeln. nun kann ich neu überlegen...

Und dann war da noch das Experiment mit dem Garn "Wollzauber". Wirklich ein gutes Garn. Maschinenwaschbar wie Sockengarn. Aber irgendwie schlaff. Doch das Experiment hat meine Hypothese nicht bestätigt. Die gewaschenen Stränge waren am Ende genauso lang wie die nicht gewaschenen. Es leiert also nicht! Alles Einbildung!

Trotzdem hatte das was Gutes, denn glattes Garn ist schöner als Aufgetrenntes. Die Kombination Erika und Anthrazit ist toll und mir schwebt etwas Ähnliches wie diese Jacke aus einer uralten Verena vor (die ich schon mal gestrickt habe (in Violett-Orange) und die schon lange in der Kleidersammlung ist...)


Fertig! Aber noch nicht ganz, denn ich habe noch keinen Faden vernäht und spannen muss ich den Schal auch noch.
Und daher nur schnell ein Kommentar zu dem Garn (Felted Tweed Aran). Wundschöne Farben, aber viel zu dick und deswegen schon nichts für normale Kleidung (zumindest für mich). Und wegen des Alpaka-Anteils schrecklich fusselig (so wie das gute dünne Felted Tweed auch, aber noch viel schlimmer).
Für diesen Schal hier war es aber okay. Ein Schal für extrem kalte Wintertage (vielleicht sollte ich erst dann damit posieren...).


 

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