
Anfangs habe ich mich verplant - zu viel gelb, mitten im Hellgrün. Da musste ich zwei Runden Maschenstich sticken, und die Farben umverteilen. Aber jetzt bis ich sehr zufrieden.

So zufrieden, dass ich kaum noch aufhören kann - bin schon über die Armausschnitte hinweg - und stelle fest, dass ich von dem blassesten Hellblau zu wenig habe. Fragt sich nur, ob ich das nicht selber spinnen werde.

So sieht der Armausschnitt von der Seite aus.

Und das ist die Draufsicht auf den Steek. Man kann ja nie genug instruktive Fotos zeigen, oder?
Das Garn ist recht überdreht und verstrickt sich hart, ist aber eigentlich sehr weich. Dennoch, der Pulli wird sehr warm und dick - das ist auch der Grund, warum ich einen lockeren, schlichten Schnitt gewählt habe.

Ich bin euch noch die Fotos vom Qiuetness Cardigan schuldig. Der war schon Mitte September fertig, musste aber noch trocknen. Das Ding ist aus einem Rowan-Sommerheft - das Foto: so ein T-Shirt an einer scheinbar drogensüchtigen Braut, schlecht geknipst...
Die Ärmel habe ich verlängert und statt eines Hemdchens eine Jacke fabriziert, indem ich die nach oben schmaler werdenden Rippen auch als Blende gemacht habe. Man sieht nix, weil scharz, jaja.
Ich habe Schachenmayr Catania (keine Ahnung - mehr als 500 Gramm?) verwendet und die Jacke heute getragen (hier ist es sommerlich).
Hast Du schon mal einen Strickauftrag bekommen – von wem auch immer? Wie lief Dein erster Auftrag ab?
Ja, hüpf-hüpf, diese Frage habe ich gestellt, weil ich un-be-dingt davon erzählen wollte. Es war in der neunten oder zehnten Klasse, 1979 oder 1980. Da kam gerade in der BRIGITTE ein Strick-Extra mit bunten Trachtenjacken heraus. Pink mit großen Puffärmeln und Schößchen. So eine hat dann eine Klassenkameradin im Auftrag ihrer Tante aus Originalgarn begonnen (Anny Blatt oder so. Ehrfurcht! ich konnte mir nur billiges Garn leisten). Nach den Vorderteilen und dem Rückenteil hatte sie aber keine Lust mehr und da kam mein erster Auftrag zustande. Ich sollte noch die Ärmel stricken. Für 50 DM. Ein Vermögen! Ich habe noch höflich zu bedenken gegeben, dass ich lockerer stricke, was sie mit einem Achselzucken abtat. Also: Mein erster Strickauftrag waren zwei pinkfarbene Ärmel im Perlmuster als SUBUNTERNEHMERIN :-)).
Gruß an "Dorle", where ever you are...
Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2011
Mich würde interessieren, wie andere ihre "To do"-Liste verwalten. Ich habe für mich den Eindruck, daß ich wie ein Hamster Anleitungen und Anregungen sammle und diese dann wieder vergesse. Irgendwann fällt mir die Anleitung oder ein Bild in die Hände und ich denke: "Ach, das wolltest du ja auch mal machen." Wie behalten andere Strickerinnen den Überblick? Schreibt man sich alles auf (quasi mit Heft- und Modellnummer oder -name), arbeitet man mit Post-its? Ich hab mir auch schon Ordner mit PDF-Dateien angelegt – aber auch die schaue ich ja dann nicht ständig an. Vielleicht hat ja jemand eine zündende Idee.
Vielen Dank an Iris für die heutige Frage!
Das Problem kenne ich auch. Ich schaue schon eher mal den Queue in ravelry an, als alle (wohlsortierten) Ordner im Computer, die nach Mützen / Pullis / .... geordnet sind. Zum Ausdrucken aller PDFs, die ich vielleicht doch nie mache, bin ich zu geizig.
Dann wieder ist die Modellsuche was Gemütliches, daher sitze ich und blättere immer erst mal die ROWAN-Hefte durch. In den Vogue-Heften finde ich nie was. Und dann... schaue ich doch wieder in den Queue. Chaos.

Ja, wir hatten Schnee, und zwar auf dem Col di Lana. So ein bisschen leicht angeschmolzener, schon pappiger Schnee vom Vortag kann recht lästig sein:
- wenn man feststellen muss, dass er überall weg getaut ist, nur nicht auf den offiziellen Wegen.
- wenn man ausgerechnet an diesem Tag nicht die kurze Bergsteiger-Nylon-Hose trägt, sondern die am Ende zentnerschwere, durchnässte, lange Jeans.
- wenn der Schnee auf felsigem Untergrund die Fallen für eine Sprunggelenksfraktur tarnt.

Belohnt wird man dann aber oben immer wieder durch das tolle Panorama und hier auf dem Foto übrigens die Spitze des Sief über die uns der Weg hinunter führte. Ja! Da oben, in schwindelnder Höhe, waren wir nach zehn Minuten.
Das Loch rechts ist der Krater durch die Sprengung im Ersten Weltkrieg. Ein halber Berg weg gesprengt! Das ist unglaublich.

Die Schützengräben werden liebevoll-museal instand gehalten. An jeder Ecke findet sich eine Informationstafel. Die in den Berg hineingesprengten Gänge und Höhlen sind ziemlich gruselig.
(Der arme Wollberg)

Kleiner Blick zurück auf die eine Spitze des Sief. Wir Wahnsinnigen waren natürlich alleine unterwegs und haben mal wieder Kopf und Kragen riskiert bei unseren Unternehmungen. Und alles nur, weil ich keine Lust hatte, den gleichen Weg wieder hinunter zu gehen.

Ah, endlich! Eine Ahnung, in welcher Richtung der Schnee durchquert werden sollte!

Die werte LeserIn darf sich wärmenden Sonnenschein, Grillengezirpe und jede Menge sich auf Schnee sonnende Insekten und eine Gemse (ohne ä) vorstellen.

Am übernächsten Tag habe wir dann die Cinque Torri besucht und sind heldenhaft unterhalb des Sesselliftes aus eigener Kraft aufgestiegen.

Auf den Torri waren ziemlich viele Klettertrupps unterwegs. Hier von dem bananenförmigen Ding tönten Stöhnen und Keuchen herunter.
Das ist echt nix für mich. Ich bin zwar inzwischen einigermaßen schnwindelfrei - nicht aber beim Hinaufschauen! - und die Vorstellung da oben angeseilt, am Ende meiner Kräfte zu hängen, lässt mir tausend Schauer über den Rücken laufen.
Zwischen den Türmen umher zu laufen hat schon gereicht.

Von weitem (von oben) dachte ich echt, das seien Solarzellen! Dabei hatte die Hütte Saisonende und die Wirtin nahm die Gelegenheit wahr, die Pupse aus den Matratzen zu lüften... :-)

Der Tangled Yoke Cardigan war wieder dabei und dient hier zur Tarnung des peinlich grellen Sport-Dresses.

Dieses Tier war ungefähr 40 cm lang und so dick wie mein Daumen. Also quasi eher Regenwurm... :-)))

Spektakulärer war da eher der Abschied am Folgetag. Diese unfassbar un-scheuen Murmeltiere leben an der Straße unterhalb der Sella-Gruppe und hoppeln und mümmeln da vor sich hin, während der Autoverkehr an ihnen vorbei braust.
Acht Tage, vier Bergtouren, ein ganzes Haus für zwei Leute. Das war wirklich ein gelungener Urlaub...

...damit mein Liebster den lange gewünschten Dreitausender bekommt (ich bin ja eigentlich eine Lusche, aber das sollte sich ändern).

Hier, auf den Piz Boé, dreitausendeinhundert-und-ein-paar-Zerquetschte, habe ich es keuchend und japsend geschafft. Es war auch kein sonderlich einsames Bergerlebnis. Klar, wenn es eine Seilbahn gibt...

Dafür gab es umso dramatischere Blicke. Arizona? Und - ganz nebenbei - auch einige mit Stahlseilen gesicherte, kleinere Kletterstellen.

Der Blick auf den Berg für den nächsten Tag durch einen Canyon.

Nächster Tag: Das ist der Sassongher. 900 (neunhundert) Meter Höhendifferenz habe ich überwunden und alle meine inneren Schweinehunde. Keuch. Stöhn. Und der Klettersteig war auch nicht ohne.

Geschafft. Was für ein Ausblick!

Und das Futter musste man auch noch teilen... ;)
Aber ansonsten immerhin Stille und Einsamkeit.

Der Blick zurück auf die Sella-Gruppe vom vorigen Tag.

Dann eineinhalb Tage Regen und ein bisschen Schnee in höheren Lagen - ich durfte ausruhen!
(Noch ein Teil folgt...dann kommt wieder Gestrick)












