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Ein Strickblog

 
Dankenswerterweise ist mein Dachboden nun frisch gestrichen. Hier sitze ich am Computer oder an der Strick- und Nähmaschine. Das war natürlich die Gelegenheit auszumisten. Meine Strickmaschinengarn-Vorräte waren besonders davon betroffen. Hier die erste "Lage". Da kommt noch was dazu, so dass die Ecke wieder heillos chaotisch aussehen wird. Aber unter der Schräge lassen sich halt keine Schränke aufstellen.

Ich habe mir damals bei der Händlerin Pelzkäfer - keine Motten - mitgebracht. Die haben einen guten Geschmack: All die weichen Merinogarn-Konen sind angefressen. Und das schon lange. Nach der Vernichtung durch massiven Insektizid-Einsatz mit den N*xalotte-Sachen war ich dennoch zu schwach, um auszumisten. Das passiert nun.

Dieses angenehme Khaki-Grün ist ganz unterhöhlt. Da war auch nach einigem Abwickeln kein Ende in Sicht. Weg damit (schluchz). Es bleiben die Mischgarne, Baumwolle, einige nicht ganz so stark angefressene Merinogarne und die Mohair-Konen, die eigenartigerweise nicht die erste Wahl des Ungeziefers sind, aber auch dank des Nylonfadens einiges aushalten.

Während der Räumerei habe ich einige Inspirationen erhalten. Gerade die dämlichen Reste - grrr - die kann ich auch nicht einfach wegwerfen - könnte ich zusammenspulen und melierte, schlichte Sachen stricken (natürlich mit der Maschine). Dünne Sachen. Sachen für Frühling und Sommer.

Ich habe ja auch nach den Achtziger Jahren nie komplett mit dem Stricken aufgehört. Ende der Neunziger kam dann die Idee mit der Strickmaschine, die ich mir gebraucht besorgt hatte. Das war wohl entsprechend der Mode - glatt, space-ig, einfarbig - an der Zeit. Und nun sehe ich eine neue solche Phase auf mich zu kommen.

Aber andererseits prophezeie ich jedes Frühjahr aufs Neue das Ende des Grobstricks.

 

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