Nach mehr oder weniger sorgfältigen Recherchen möchte ich zuerst das früheste, deutliche Bild eines von mir selbst gestrickten Pullis präsentieren:

Man sieht, dass das Modell nicht gerade am Anfang meiner Strick-Bemühungen steht, es ist von ca. 1983. Ich war wieder in einer "angepassten" Phase, kurz vorm Abitur und im Kopf nichts als Dummheit, von wegen Mathe-Genie und naturwissenschaftliches Studium. Was für ein Mist!

Zwei Jahre später war das mit dem Angepasst-Sein schon wieder vergessen, wenngleich ich auch immer noch einen Schmarrn studiert habe. Dieser Overall ist eine Eigenkreation. Viel zu groß genäht, dann mit der Nähmaschine Falten und Krissel abgesteppt, um die Textur zu verändern. Solche Stoffe macht der Chinese heutzutage mal eben mit der linken Hand. Und auch das Achtizger-Jahre-Feeling stimmt bis aufs Kleinste mit der gerade angesagten, grottigen, figur-verschlechternden Mode überein.

Bilder des Schreckens Ende der Achtziger (1989). Ein Rundpassen-Pulli aus handgefärbtem(!) Garn und immer noch diese schrecklichen Karottenhosen - und die handbemalte Jacke. Und alles im wirklich furchterregenden Kampf-Lesben-Look. Aber meine innere Haltung war zu dieser Zeit entsprechend. Wirklich schlimm.
Bin ich froh, dass ich nicht mehr so bin!
Jetzt heben wir die Tassen, dass nicht nächstes Jahr auch noch die Karottenhosen aus dem miefigen Keller der Modegeschichte geholt werden. Wo doch die riesigen Sackpullis gerade ein Comeback hatten...












