
Eigentlich muss ich jubeln. Schaut mal, wie toll der Übergang vom Körper zum Ärmel gelungen ist! Dank dünnerer Nadeln stimmt auch alles. Das Muster passt - bis auf leicht verbogene Winkel - perfekt.

Auch der Blick auf die Schulter ist faszinierend, dieses Muster bietet aus jeder Perspektive neue Überraschungen.
Doch andererseits hat mich eine Anprobe (zur Bestimmung der Ärmellänge) zurück in die Realität geholt.
Der Pulli wird ein Fiasko, desaströs, kathastrophal, ruinös, grauenvoll.
Ich erinnere hier mal an die "Normalansicht" meines Princess Line Sweaters. Der hatte immerhin eine (abartige) Taillierung. Damit sah ich dennoch hoffnungslos traurig aus. Gerade der Kontrast von kleinem, rundem Halsausschnitt und der Übergang zu unfassbaren Stoffmassen unter dem Arm macht mich fertig.
Außerdem habe ich beim Ärmel im gleichen Maß Maschen abgenommen wie in der Anleitung vorgesehen. Und das führt nun dazu, dass ich trotz 40 Maschen und 20 Reihen weniger am Ende unten recht weite Ärmel bekommen werde. Das schmeichelt auch nicht. Dann sehe ich aus wie Mr. Green Giant oder der incredible HULK. Hu-ha!
Nein!
Ich habe beschlossen, Dreiviertel-Ärmel zu machen, so eine Art Zelt-Pullunder mit Ärmeln. Dann kann ich zum Beispiel eine Bluuuuuse mit Kragen und engen Ärmeln drunter ziehen und die Proportionen verdeutlichen. Zu disem Zwecke muss ich nun einiges wieder auftrennen, um den Musterabschluss auch am Ärmel sauber hinzubekommen. Sacklzement!












