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Ein Strickblog

 
Ich habe schon wieder einen Strickauftrag, bei dem ich nix zeigen kann.
Und privat sticke ich an einem Blumenkissen. Auch wenn das niemanden wirklich vom Hocker reißt, werde ich morgen, falls das Licht mitspielt, mal ein Foto davon machen.
Aber erst mal drei Wollschaffragen:

Die verstrickte Dienstagsfrage 24/2010
Katzen und Wollknäuel stehen sinnbildlich für den Haushalt einer Strickerin. Welches Haustier habt ihr (Männer und Kinder zählen hier nicht :D)?
Herzlichen Dank an raglannudel für die heutige Frage!


Da muss ich passen. Wegen meiner Reiselust verzichte ich auf Tiere. Früher hatte ich eher mal ein paar Vögel oder Mäuse.

Die verstrickte Dienstagsfrage 22/2010
Nach meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Arten von
Strickerinnen, grob konnte ich folgende Kategorien feststellen:

- die Forscherin: erschließt sich gern neue Techniken, ist an neuen Methoden sehr interessiert, eignet sie sich an und integriert sich gern in ihre Strickpraxis
- die Beständige: hat ein festes Repertoire an Techniken, aus denen sie schöpft, ist an einer Erweiterung nicht sehr interessiert.
- die Historikerin: interessiert sich für das Stricken in der
Vergangenheit, von Vintage Knits über vergangene Jahrhunderte bis hin zu mittelalterlichen Vorläufertechniken. Rekonstruiert gern.
- die Innovative: ihr geht es darum, auch stricktechnisch die neuesten Trends aufzunehmen und zu verarbeiten.
- die Selbstlose: strickt meist für wohltätige Zwecke und/oder andere(Familie, Freunde, auch Auftragsarbeiten)
- die Avantgardistin: ihre Strickpraxis beginnt dort, wo andere längst aufgehört haben: sie arbeitet mit Plastikbändern, Draht,
Kassettenbändern, ist im Freeformbereich tätig oder strickt prinzipiell ohne Anleitung.
- die, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt: strickt vor allem mit Materialien, die sie, soweit es ihr möglich ist, selbst verarbeitet hat (Schafe scheren, Wolle waschen, Kardieren, Färben, Spinnen etc.)

Kaum jemand erfüllt eine Kategorie vollständig (Schafe scheren ...) oder gehört ausschließlich einer einzigen Kategorie an. Wo würdest Du Dich sehen? Bist Du damit zufrieden oder würdest Du Dir gerne etwas anderes erschließen?

Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!


Forscherin, Innovative, Faserbegeisterte (ohne Schafescheren) und früher sehr avantgardistisch.

Beständig und selbstlos bin ich wohl weniger, auch wenn so einiges für andere abfällt. Aber mich mit Erlerntem zufriedengeben, wenn ich sehe, dass man die eine oder andere Sache besser machen kann, das ist nicht mein Ding.

Forscherin, weil ich immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schnitt bin. Das ultimative Modell.

Innovativ, weil ich immer noch an den heißen neuen Sachen dran bin (neue Strick-Pubikationen), auch wenn die aktuelle Mode mich eher langweilt (Altersanzeichen?).

Faserbegeistert, weil ich es wirklich schätze, wenn ich das Material im Griff habe - und das geht oft nur, indem ich es selbst spinne.

Meine Tage der Avantgarde sind wohl vorbei. Was habe ich früher nicht alles verstrickt! Aber Tragbarkeit und ein angenehmer Touch gehen inzwischen vor reiner Kunst.

Die verstrickte Dienstagsfrage 23/2010
Lest ihr englische Strickbücher? Welche?
Herzlichen Dank an Tabemi für die heutige Frage!


Klar: Alle!
Wobei... Lesen ist vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen.
Richtig gelesen habe ich nur Tudor Roses (auch den historischen Teil) und The Art of Fair Isle. Ansonsten wird gestrickt.
Mir fällt gerade ein, dass ich nicht mal die Artikel in den Rowan-Heften lese (egal ob auf Deutsch oder Englisch).
 

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