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Ein Strickblog

 
Der Anti-Pythagoras

Endlich! Lange erwartet, jetzt erhältlich.
Ich hatte mich mit meinem Pythagoras verkünstelt, aber ich bin reumütig und mache das gut. Denn das, was man mit komplizierten Additions- und Wurzelzieh-Manövern bekommt, lässt sich auch ohne viel Worte in einem einzigen Bild darstellen:

Man bekommt den Abstand ab Beginn der Armkugel bis oben. Hier sind es zum Beispiel 13 cm. Das kann man auch einfach abmessen und dank der Elastizität der Strickerei passt das dann schon. Wichtig ist, dass man sich die Ränder an der unteren Kante des Armausschnitts fixiert denkt (oder mal schnell mit Sicherheitsnadeln fixiert), damit auch die Ärmellänge am Handgelenk in Ordnung ist.

Komplizierter ist eigentlich die Kurve der Abnahmen, die nun notwendig ist. Das ist das eigentliche Problem.
Hier habe ich zum Beispiel 88 Maschen und will am Ende - sagen wir - 12 übrig haben. Nun muss ich die erforderliche Reihenzahl für die fehlenden 13 cm ermitteln und die Abnahmen für die Armkugel schön staffeln, zum Beispiel noch 44 Reihen, dann muss ich 1x4, 1x3, 3x2, 12x1, 3x2, 1x3, 1x4 und die restlichen 12 Maschen abketten.
So!

Meine Feiglings-Version vom Irregular-Rib-Pulli stockte beim ersten Ärmel, weil der Mann unbedingt posieren sollte. Inzwischen ist aber die Lace Tunic fertig und trocknet gerade.

 

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