
Der japanische Pulli wird wunderschön - aber kein Foto kann das erfassen. Die Farbe ist nicht foto-tauglich und das Muster wirkt ungespannt wie ein Berg Wirsing. Oder Schlimmeres.
Ich liebe es dennoch. Ich mag es, wie lange es dauert, diesen Pulli zu stricken (ich glaube ich mache dann alle aus diesem Hefterl, um nicht zu schnell zu viele Pullis zu haben) Papperlapapp.
Gestern döste ich auf der Terrasse, als eine Kohlmeise kam (schwirr, flatter) und in mein ergrautes Haupthaar gepickt hat.
Dies habe ich zum Anlass genommen, etwas schafiges Nistmaterial anzubieten. Aber vielleicht waren es ja doch leckere Flöhe auf meinem Kopf? :-)

Ansonsten: Ich kriege wohl eine Erkältung von zu viel Im-Halbschatten-frieren und Unbedingt-mit-Minikleid-und-nackigen-Beinen-in-die-Arbeit-gehen-müssen.
Hatschi!
Ein Teil vom japanischen Pulli ist bis zum Halsausschnitt gediehen, dann musste ich wieder Garn spinnen. Jetzt geht es weiter.
Das runde Ding aus dem neuen Rowan-Heft wächst auch...
Aber heute nur:
Die verstrickte Dienstagsfrage 16/2009
Wie halten es die Strickblogger(innen) eigentlich mit Fotos von Menschen im Blog (auch Fotos von einem selbst) und warum halten Sie es so?
Tja, ich zeige mich schon - da habe ich keine Bedenken. Ich bin der Typ, der auch nachts um halb Eins lässig durch Münchener Elendsviertel läuft.
Meinen Mann frage ich selbstverständlich vorher (das ist schon lange her, dass ich ihm was gestrickt habe - nur so nebenbei - dem gefällt halt nie was...)
Und meine Freundinnen, die frage ich auch und die mögen manchmal ohne Kopf, manchmal mit. Aber ich nenne ja keine Namen. Das finde ich dann unproblematisch.
Im Gegensatz zu einigen von euch schenke ich ziemlich oft Selbstgestricktes, dies allerdings auch nur an Leute, die es zu schätzen wissen (oder zumindest überzeugend erfreut bzw. vorher interessiert sind). Dies lohnt sich aber bei Kollegen meist nur bei Abschiedsgeschenken. Eine Kollegin spricht heute noch von dem Schal (ja genau diesem), den ich ihr aus Gummi-Merino-Resten mit Lochmustern gestrickt habe. Eine andere hat so blöde Babyschuhe gekriegt - ratet mal, warum die aufgehört hat. :-)))
[Schon gut, wenn man alles mal knipst]
Aber grundsätzlich bekomme ich positive Resonanz - ich wage zu behaupten, dass ich mich da einfühlen kann - was den Geschmack der jeweiligen Personen angeht.
Bei Kolleginnen oder Kollegen, die ich nicht soo arg mag oder denen ich neutral gegenüber stehe, beteilige ich mich dann halt nur an den üblichen Geldsammlungen.

Diesmal geht das Geschenk aber tatsächlich an meinen Mann - einfach weil dieses Muster doch sehr männlich ist.
Für die Kollegin werde ich nun doch einen Schal aus handgesponnener Wolle anfertigen.
Im Augenblick habe ich gerade wieder voll Lust, ganz viele Sachen gleichzeitig auf den Nadeln zu haben.
Und dann kam mir der Gedanke, ein Muster von Kaffe Fassett, einen Klassiker, für die Reste von der Jacke zu verwenden. Dieses Muster (Crosspatch) zeigt sich im Buch Kaffe Knits Again in schönen, dezenten Grau- und Türkistönen, aber so bunt ist es auch nicht schlecht!

Und das soll ein Kissenbezug werden - 40 x 40 cm - und von beiden Seiten schön - wir gönnen uns ja sonst nichts. Soll ich das meinem Mann schenken? Dem Herren der tausend Kissen? Oder vielleicht lieber als Abschiedsgeschenk für eine Kollegin (mit Füllung natürlich)?Ob sie das zu würdigen weiß?
Regina: Das erste Foto - das ist der Blick zum Fenster des verhassten Nachbarn...:-)
Also, jetzt mal
Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2009
Mich würde mal interessieren, worin für Euch der Sinn der verstrickten Dienstagsfragen liegt. Einfach zu fragen und zu beantworten?
Neues dazu zu lernen?
Meinungen der anderen zu lesen?
Sich mal richtig was von der Seele zu schreiben?
Oder auch darin, die gegenseitigen Blogbesuche ein bisschen zu erweitern?
Nervt es Euch, wenn nur geantwortet wird: "da kann ich diesmal leider nichts dazu schreiben" oder ähnliches und Ihr deshalb "umsonst" dieses Blog besucht habt?"
Der Sinn liegt für mich eindeutig darin, Anregungen zu erhalten. Mehrmals habe ich schon aufgrund einer Dienstagsfrage eine neue Technik oder sonst was Neues probiert.
Auch bei anderen zu lesen, wie diese mit einem Problem oder einer Sache umgehen, ist anregend. Genauso aufschlussreich wie die oben zitierte Aussage. Viele Antworten oder Nicht-Antworten geben halt auch einen Eindruck über die Schreiberin wieder.












