Was meint Ihr? Pillt selbstgesponnene Wolle mehr oder weniger als gekauftes Garn?
Herzlichen Dank an Wollpoldi für die heutige Frage!
Das Pillen hängt stark vom Drall der einzelnen Fäden ab. Und wie stark sie exponiert sind. Dochtgarn ist stärker exponiert als ein Vierfach-Zwirn.
Denkmodell: Wenn die Wolle vom gleichen Tier stammen würde, nicht mit superwash ausgerüstet würde und sowohl Industrie als auch Handspinnerin die gleiche Drehung auf die Faser bringen würden und mit dem gleichen Drall verzwirnen würden.
Warum sollte dann Industriegarn weniger pillen?
Okay, eines habe ich vergessen. Die Enden der Fasern sind beim industriellen Spinnen sicher etwas beser in den Faden integriert (die werden ja mit Luft verzwirbelt). Beim Handspinnen könnten - wiederum je nach Spinntechnik - "flauschigere" Garne entstehen, die natürlich eher zum Pillen neigen. Aber das könnte man natürlich vermeiden, wenn man wollte, indem man im kurzen Auszug spinnt.

Hurra! Die Franken Socks sind endlich fertig. So was eignet sich für kleine Pausen bei den größeren Projekten, das dauert dann eben.
Ich habe sinnvoll (hoffentlich passende) Reste verbraten. Hurra. Und kann mich wieder anderem widmen. Neue Pausen-Socken sind schon angeschlagen.

Neulich war ich Einkaufen. Das war nicht sehr ergiebig, aber ein wenig einfarbige Sockenwolle für noch mehr Japanpullis(!) ging dann doch.
Pfft. Beim Rödel ging's der-ma-ßen zu - unfassbar - eine Schlange von über zehn Personen. Da bin ich wieder gegangen und habe das Garn (für Ormolu) online geordert. Isses noch zu fassen?

Zum guten Abschluss habe ich noch was Feines gefunden. Eine Miniatur-Salatgurke, wie es scheint.
Dass man den Dozenten und Professoren so mal eben beibringen kann, studien-effizient zu unterrichten, das glaubt ja wohl auch niemand - wenn man bedenkt, dass das die gleichen alten Sesselfurzer sind, wie ehedem. Einer bohrt vielleicht nur nach Baulücken in frühchristlichen Basiliken, ein anderer ist "Händescheider" (je nach Malweise wird einem mittelalterlichen Malereibetrieb Hand a, b, c... zugeordnet - gähn). Andere betreiben vorwiegend Quellenforschung, was man auch unter "Kunstgeschichte ganz ohne Kunst" umschreiben kann. Seufz. Und diese Knallköpfe müssen nun armen Studenten innerhalb sechs Semestern wissenschaftliches Arbeiten beibringen. Denn zu was anderem taugt das Studium nun mal nicht. Die Tanten, die nachher hübsch blondiert in einer Galerie stehen (bis der richtige Ehemann kommt), müssen sich andere Fähigkeiten zulegen. Museums- und Ausstellungswesen gibt es gelegentlich mal als besonderes Happening für "Graduierte", also solche, die eh schon ausstudiert sind.
Ha - und die neuen Nebenfächer! Eines heißt "Kunst, Musik und Theater", damit die einspurigen Fachidioten auch ja nicht über den Tellerrand blicken.
So einen Bachelor kann man sich dann echt als Jodel-Diplom inklusive "Punkteerwerb" an die Wand hängen.
Trotzdem kostet das 500 Euro pro Semester! Ja, Volkshochschule wäre tatsächlich preiswerter...

Gerade noch rechtzeitig bin ich zuhause eingetroffen, um mit Selbstauslöser diese grottigen Fotos zu machen. Ja, die Hose ist zugeknöpft. Ja, das sieht schlimm aus mit dem Hängebauch, voll krass...
Die nächsten Tage wird das mit Knipsen schon gar nix mehr, da komme ich erst bei Dunkelheit nach Hause. Ich kann's ja morgen mal im Büro probieren. Schrecklich das...
Aber egal. Die zwei Monate halten wir schon durch. Stricken statt Knipsen.
Modell Botticelli aus dem Rowan-Heft vom letzten Winter.
Material: Handgesponnen
Nadeln 3
Borte: Sehr zufriedenstellend ;-) Eher sportliches Gepräge. Sehr fein und dennoch täglich tragbar, ohne dass ich mir wie ein mit Rosen dekoriertes Sahne-Eclair vorkomme.












