
Ich hatte da noch diese Sockenwolle aus der günstigen Partie. Man muss sich das Rot etwas tiefer vorstellen, sattes Rubin-Weinrot.
Ich habe mich nach langem Hin und Her für einen Pulli aus dem japanischen Heftl (Couture Knits Nr. 13) entschieden. Ein kleiner Pulli mit Dreiviertel-Ärmeln. Ändern werde ich allerdings den Halsausschnitt. Den mache ich tiefer und lasse den braven Kragen weg. Viel zu züchtig.
Eine Schrecksekunde lag sah ich in der Anleitung ein mir unbekanntes Zeichen und dachte, o weh, das muss ich jetzt improvisieren. 40 Seiten weiter hinten im Heft habe ich dann aber eine Erklärung in Form einer Zeichnung gefunden. Pfffft. Erleichterung. Ja, diese japanischen Heftl - die sorgen für Spannung...
Wie habt ihr so gut stricken gelernt? Learning by doing? Stricktreff irgendwo? Mama, Tante, Oma? Was ratet ihr jemandem, der nur Grundkenntnisse im Stricken hat - wie lernt man besser und komplizierter stricken und z.B. Vorlagen "lesen"?
Herzlichen Dank an Karin für die heutige Frage!
Erst mal: Mehr Mut, mein Mädchen!
Natürlich kommt das alles nicht über Nacht. Und mach eine(r) kann aus Geschriebenem nichts Visuelles ableiten. Dem sei vielleicht ein Video angeraten. Auch wenn diese Videos zum Teil englische Namen haben, da kann man sehr gut sehen, wie die eine oder andere Technik geht. Das hieße nur bei youtube mal nach "knitting" zu suchen und zu stöbern.
Das andere, was ich raten kann: Testen, Experimentieren und sich konzentrieren. Mit Restegarn "in klein" Muster drauflos stricken und schauen, ob es so wird wie auf dem Foto, zum Beispiel. Ich glaube, wenn man etwas wirklich machen möchte, dann schafft man das auch.

Schlag auf Schlag geht's weiter. Der Shirt Tail Hemmed Fair Isle Sweater oder so ähnlich.
Ich finde ihn sehr gelungen. Aber - wie schon erwähnt - solche Farben stehen mit eigentlich nicht oder ich möchte sie nicht tragen oder... Jedenfalls gelungen. Vor allem der Shirt Tail, finde ich. Darauf kam es ja an.
Und die aufmerksame Beobachterin hat vielleicht gemerkt, dass nun drei verschieden Sorten Sterne zu sehen sind.
Das Schicksal? Keine Ahnung! Verkaufen? Verschenken?

Gestrickt aus Siena mit Nadelstärke 3,5. Verbrauch insgesamt 600 Gramm (fühlt sich noch schwerer an).
Nach dem Waschen hatte ich Panik, weil das Gestrick auszuleiern schien. Aber das Gummi-Merino sprang dann doch wieder in Form. Sehr kühl fühlt sich dieses Material an (daher das G'schau auf dem Foto - das Schlottergesicht). Schön für kühle Sommerabende.
Und, ja! Ich bin zufrieden.
Viele von uns (ich auch) leben mit einer Konfektionsgröße jenseits der 42. Die Strick-Anleitungen für Übergewichtige sind nicht gerade üppig.
Meine Frage zielt zwar auf "Menschen mit größerem Format" ab, aber auch die Antworten von Normalgroßen und -gewichtigen sind interessant, man kann die Antworten auch auf Teilbereiche beschränken. Natürlich geht es da auch ins Persönliche, aber ich habe bereits festgestellt, dass es ein großes Interesse gibt, darüber zu sprechen.
Sollen Übergewichtige Strickkleidung tragen oder darauf verzichten?
Als Betroffene(r): Strickst du für dich Pullis und Jacken oder lieber nur Tücher, Socken oder Accessoires?
Welche Schnitte sind vorteilhaft? Welche Garne?
Welche sind abzulehnen?
Änderst du herkömmliche Anleitungen auf deine Figur ab oder entwirfst du eigene Designs?
Wo gibt es geeignete Anleitungen oder Stricktipps für die stärkere Figur? (Bücher, Hefte, Websites, welche?)
Bitte auch welche in deutscher Sprache.
Herzlichen Dank an Reni für die heutige Frage!
Ich denke, dass Strickkleidung für jeden sein sollte. Warum sollten Übergewichtige nicht...?
Aber natürlich könnte man so manches beachten, damit das auch gut aussieht. Meiner Meinung nach sind Hängeschultern (also gerade angesetzte Ärmel) und allgemein Sackpullover nur für ganz Dünne geeignet. Doch gerade das Stricken nach Schnitt und mit Taillierung schreckt dann viele wieder ab. Dabei wäre mit ein bisschen Mühe das Erfolgserlebnis viel größer. Man kann alle Modelle (außer vielleicht diagonal Gestricktes oder sonstige Exoten) mühelos umrechnen, dabei muss man nur beachten, dass bei breiterer Figur die Armausschnitte wesentlich tiefer werden sollten, denn die Schultern sind letztlich bei Größe 44 auch nicht viel breiter als bei Größe 38.
Ja, die Schultern... Meine Mutter zum Beispiel hat Größe 46 und schmale, hängende Schultern, die würde ich nicht in einen Raglanpulli stecken, denn das betont die "fallende Linie" noch.
Modelle? Die Sachen in der Verena kann man doch durchaus gebrauchen, um was für größere Größen daraus zu errechnen. Anhand der Abstufungen für die verschiedenen kleineren Größen kann man schon "hochrechnen". Mit ein bisschen Planung - und ein bisschen Eigeninitiative - ist alles möglich.

... dass ich es unter die Nähmaschine legen konnte. Da fehlen noch die Bündchen, aber das sind ja kleine Fische. Und weil ich dann immer noch Zeit hatte, habe ich was anderes Sommerliches angefangen, das zeige ich aber erst, wenn ich weiß, dass es tatsächlich was wird und ich auch hineinpasse. Ich sag nur Wurstpelle.












