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Ein Strickblog

 

Und wo wir doch gerade so schön bei Altbeständen waren. Auch dieses Garn liegt schon etwas länger. Merino Universal von der alten Rödel-Firma. Fünf Knäuel. Was macht man da? Einen Schal.
Die Anleitung für diesen hier stammt aus dem Buch Scarf Style und ist für unseren Klempner. Der hat bisher jetzt immer Socken gekriegt. Ich dachte, ich wechsle mal ein bisschen ab. Ein schönes Muster ist das. Aber die Rückseite, die ist ganz langweilig und unscheinbar. Aber so einen Installateur-Meister, den stört das sicher nicht. :-)

Ansonsten könnte dieses Blog hier in Bälde ein Renovierungsblog werden. Wenn man sein Häuschen vermieten will, dann fallen einem plötzlich viele Dinge auf, die gemacht werden müssen. Ich konnte bisher mit dem Kondenswasser im schrägen Badezimmerfenster leben- aber eigentlich ist es eklig. Auch die Abwesenheit eines Treppengeländers hat mich nicht gestört - doch wenn ein Unfall geschieht, bin ich dran. Und mein fast schon Denkmalschutz-würdiges, schwarz lackiertes Klo muss ein bisschen umgestaltet werden. Fledermäuse raus. Schwarzer Lack überpinselt. Dafür aber auch Wände spachteln und und und. Aaargh.


Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2010
Welches ist das älteste Garn, das Ihr unverstrickt zuhause liegen habt? Mögt Ihr es mal zeigen? Wisst Ihr noch, wann, wo und für welches Projekt Ihr es mal gekauft habt?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

Mal abgesehen von diversen dünnen Baumwollgarnen (Filethäkelstärke in Schwarz und Weiß) habe ich unter anderem diese Köstlichkeit zu bieten:

Ein Baumwoll-Irgendwas-Gemisch aus dem allerersten Tauschpaket, anno 2003 oder so. Das Garn ist eigentlich schön und sicher werde ich bald was für eine Freundin, die Pink trägt, nadeln. Eine Art Blazer wäre sicherlich nett. Aber die Tatsache, dass dieses frottee-artige Boucle-Zeug sich jedem Zählversuch widersetzt, hat diverse Anfänge gebremst.
Etwas Ähnliches - ein Baumwollgarn in Matt-Lachsrosa - ist ähnlich alt. Und sicher hängt hier noch der eine oder andere Strang von frühen Spinnversuchen, der nicht verstrickt wurde.
Na, bald wird eh ausgemistet.


Extreme Restverwerting
Das wunderbare Regenbogen-Kauni lag schon eine Weile herum, bis ich ein geeignetes Objekt zur Restverwertung fand. (Ursprünglich entstand ja daraus der Damastpullover). Jetzt habe ich einen gestreiften Ärmelschal nach einer Anleitung aus einem alten Vogue-Knitting-Heft genadelt. Der muss aber noch gewaschen werden und es scheint, als sitze der nicht so arg gut bzw. - zu groß scheint er auch zu sein, irgendwie.
Aber die allerletzten Reste mussten auch noch weg. Daher diese Socken. Jetzt meine Frage: Wie lange halten Kauni-Socken? Ich bin gerne bereit, die kalt und mit der Hand zu waschen, aber reiben die sich nicht bald durch?


Danke für Eure Kommentare! Wir haben natürlich noch nichts. Aber wir arbeiten daran. Außerdem müssen diese Häuschen noch hergerichtet werden, damit ich sie vermieten kann. Da kommt noch einiges an Arbeit auf uns zu.
Aber ich bin zuversichtlich. Ich werde halt auf den Luxus der guten Verkehrsanbindung trotz grüner Umgebung verzichten müssen. Dafür dann eben ein paar Meter Abstand zum nächsten Nachbarn. Höchstens Doppelhaushälfte - lieber EFH.

Heute Mittag hatte ich Gelegenheit, das Arrangement der Kuh nebenan zu knipsen. Das ist wohlgemerkt nach vorne zur Straße hin.

In diesem Sinne - allen ein schönes Wochenende!


In letzter Zeit bin ich etwas daneben. Das liegt daran, dass ich umziehen muss.

1. Der Nachbar zu meiner Linken war immer schon eklig, mehr im Sinne des unheilbaren Spießers, der mir Äste von "meinen" Bäumen über den Zaun wirft (Sachbeschädigung, jaja, aber bisher habe ich kein Beweisfoto), aber auch den Efeu, der von meiner Hauswand zu ihm rüberwächst - wehe, wenn der nicht zu einem von ihm beliebig festgesetzten Zeitpunkt entfernt wird. Dann liegt meine ganze Terrasse voll Gartenabfälle, weil er alles zu mir fallen lässt. Ein Kackbrocken ohne Gleichen. Dann war ja noch das mit der Klospülung, die neben meinem Schlafzimmer einst sicherlich ohne Genehmigung eingebaut wurde und so befestigt war, dass der Lärm - lautes Rauschen und Pfeifen - das ganze Zimmer erfüllt hat. Wenn man jung ist, stört einen das nicht allzu sehr, aber irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und ihn freundlich gefragt, ob er mal schauen könne, ob er den Lärm nicht beheben könne. Was auch geschah. Offensichtlich genügt es, eine Schraube heraus zu drehen und schon ist die Spülung normal laut, ja sogar leise. Doch das benutzt er jetzt als "Strafe auf Knopfdruck", wenn ich - ja, was eigentlich? Vielleicht habe ich mal am Sonntag das Spinnrad benutzt. Oder am Samstag Nachmittag Schnitzel geklopft. Oder bin mit zwei Freundinnen bis halb elf draußen gesessen. Jedenfalls wurde ich dann immer mit Lärm bestraft.
Der hat auch noch Enkelkinder - Zwillinge. Pestilenz. Denen hat er offensichtlich Holzpantoffeln gekauft und treibt sie ordentlich zum Trampeln an.
Jaaaaaa, Kinder dürfen Lärm machen so viel sie wollen. Okay-okay, aber wenn man die Großeltern hasst...

2. Hinter dem Haus, gegenüber meinem schönen Garten, da wohnen Asoziale, die schreien, Türen zuknallen und am Sonntag bei offenem Fenster mit dem atombetriebenen Staubsauger saugen.

3. Rechts sind vor mehr als einem Jahr Leute eingezogen, angeblich Studenten, die aber immer nur zu Hause herumflezen. Schon als die renoviert haben, ging es mit der Qualmerei los. Pall Mall und immer mindestens zu zweit gleichzeitig, wenn nicht zu viert. Vor einem Jahr im Frühjahr habe ich freundlich gebeten nur vor dem Haus zu rauchen, was sie auch ein Jahr lang getan haben. Doch aus irgendwelchen Gründen und auch nach nochmaligem, freundlichen Bitten meinerseits ist das vorbei.
Also schreib hier bitte niemand, ich solle noch mal freundlich das Gespräch suchen.
Ich kann Zigarettenrauch in gewissen Mengen tolerieren, aber nicht Pall Mall und nicht, wenn auch noch mehrere Leute gleichzeitig dieses Zeug rauchen. Und alles zieht direkt zu mir ins Haus.
Während der warmen Tage bin ich schon fast erstickt, weil ich kein Fenster öffnen konnte - weder vorne noch hinten - oder wenn dann heißt es dabei stehen und schauen, bis die wieder kommen und qualmen. Und ich weiß nicht, was im Sommer werden soll. Ich kann meinen eigenen Garten nicht mehr benutzen!!!

Das sind die Gründe, warum ich ausziehen muss.
Diese Häuschen werde ich an Raucher vermieten, dann können alle zusammen fröhlich an Lungenkrebs sterben.

 

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