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Ein Strickblog

 

In meiner Not - was stricke ich nun? - habe ich mal in meinen Vorräten gewühlt und die schon vor einiger Zeit gekaufte, pflanzengefärbte Wolle herausgezogen. Ich wollte was Zweifarbiges machen. Aber bald - schon damals, nachdem ich zuhause war - habe ich gemerkt, dass das Indigo an manchen Stellen nicht "gewirkt" hat:

Da muss ich nun mit synthetischen Farben ein bisschen nachfärben. Denn so krasse rosafarbene Tupfen mag ich nicht.

Derweil ist aber das wunderbare, melierte Sockengarn (von Regia) eingetroffen. Und ich konnte mit Eala Bhan anfangen...

[Ich mag inzwischen künstlich durchgefärbtes Garn fast gar nicht mehr. Kommt schon auch auf die Farbe an. Aber ganz und gar Einfarbiges. Näää, igitt. Deshalb habe ich auch die Gummi-Merino-Reste (vorwiegend Siena), mit denen ich erst was stricken wollte, wieder in die Kiste geworfen.]


Isses wahr? Ich bin doch schon fertig mit der Spinnerei. Aus dem Vlies kamen 869 Gramm dreifach gezwirntes, relativ dickes Garn heraus. Dank meines Bedürfnisses nach einer ruhigen Beschäftigung und einiger guter Hörbücher ging das recht flott. Das Geglitzer ist eher dezent, scheint aber ein bisschen kratzig zu sein. Raschelig-kratzig. Die Wolle selber ist extrem kurzfaserig und daher fusselte das wie blöd (ob die fehlenden hundert Gramm wohl weggefusselt sind?). Hoffentlich bleibt das beim Stricken dann aus!

Aber für Winterjacken ist jetzt eh noch keine Saison. Ich warte eher sehnsüchtig auf eine Lieferung Sockengarn für Sommerjacken. Zum Beispiel die aus dem Aran-Knitting-Buch, die... E... irgendwas. Eala Bhan! (das kann sich doch kein Mensch merken) Eine taillierte Zopfjacke.


Die verstrickte Dienstagsfrage 11/2011
Wie messt ihr Strickteile für Bekleidung aus?
Hängend, wie sie auch am Körper sitzen, oder liegend?
Vielen Dank an Reni für die heutige Frage!

Das mache ich unterschiedlich. Wie jede Strickerin mit ein bisschen Gefühl für's Material sicher weiß, verhält sich manches Garn anders, wenn es hängt und ergibt eben manchmal sogar eine deutlich andere Maschenprobe.
Bei der Noro-Silkgarden-Sock-Jacke habe ich sozusagen während des Strickens mal einen Teil des Gestricks nass gemacht und gesehen, dass das leiert - und zwar in der Länge. Daher habe ich beim Messen der Ärmel und anderer Stellen sogar ein bisschen gezogen.
Also: Tendenziell messe ich alles eher hängend - falls ich ahne, dass sich da was anderes ergibt.

Ich bin grantig. Bei GAUs werde ich immer grantig. Wie lange noch, bis die Regierung einsieht, dass so was auch hier passieren könnte? Nicht dass ich die gewählt hätte. Eben drum nicht. Und aus anderen Gründen nicht. Ich könnte kotzen. Und die Japaner sicher auch...

Mit grantigem Gesicht habe ich nun Fotos vom neuen Pulli gemacht.

Marina, ein St*rm*re-Modell, gestrickt aus DROPS Alpaka in noch mehr Farben als beim Original. Begonnen an der Taille und nach beiden Seiten verlängert mit Taillierung und später Raglan mit einer Masche links dazwischen - also quasi Autumn-Rose-Schema.
Nadeln 2,5 mm. Verbrauch: ziemlich genau 440 Gramm.
Jetzt habe ich natürlich noch reichlich Alpaka, um noch einiges zu stricken. Vielleicht was Einfacheres, Streifen à la Fasset, zum Beispiel... Ich brauch bloß noch ein bisschen was Blaues oder Türkises für die Kontrastwirkung.


Kleine Vorschau. Man sieht, dass Marina fertig ist. Gestern habe ich genäht und vernäht und dann musste die Entscheidung her, welche Art von Halsausschnitt es werden soll. Unten habe ich ja richtige Säume gemacht, weil mir zunächst solche corrugated ribs zu unruhig erschienen. Aber ein Saum am Halsausschnitt wäre hässlich geworden. Und ich musste was Breites machen, denn ich hatte den Ausschnitt etwas zu tief gemacht - dafür dass das Material so warm ist!
Jedenfalls hatte ich erst die Farbfolge des Blümchens mit dem hellen Gelb in der Mitte gestrickt. Und spät - viel zu spät - ist mir aufgefallen, dass das, was beim Blümchen funktioniert, bei den Rippen fade aussieht. Man sollte sein The Art of Fair Isle eben gelesen haben und beherzigen*. Dann habe ich das grelle Hellrot mit Maschenstich aufgestickt und gleichzeitig das Hellgelb peu à peu herausgetrennt. Nun ist es gut. Fehlt nur noch die Wäsche (dann hängt der Pulli mir sicher um die Knie).

* Ich meine das Kapitel über die Rippen. Die Frau Feitelson macht ja oft bei den Rippen ganz andere Farbfolgen als beim eigentlichen Muster...


 

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