Also... spitze Klammer auf...

Dieses Karomuster der "A Tad Bit o' Plaid"-Socken aus dem Buch "Think Outside The Socks" liebe ich inniglich. Endlich habe ich passende Garne im Haus gehabt, denn ich plane die Dinger schon ewig. Und da natürlich was übrig geblieben ist, gab es noch umgekehrte (Hell-Dunkel-technisch) mit breiteren einfarbigen Streifen. Die beide Paare sahen dann so aus...

Dann waren da noch Geburtstagskniestrümpfe, die ich jetzt zeigen kann. Die Zopf-Dinger haben mich den letzten Nerv gekostet. Fast 100 g pro Socke! Und echt hart gezopft! :-)

Ja, da sind auch ein paar Maschinensocken dabei. Die zweite Version der Durmstrang-Socken schien erst recht gelungen, dann beim Waschen sind die plötzlich enorm gewachsen. Uff. So was ist mir schon mal bei den Nightingale-Socken passiert, die konnte ich aber immerhin an eine Dame mit großen Füßen verschenken. Riesig!
Habe ich schon erwähnt, dass die bunte Norwegerjacke gecancelt ist? Also die, aus diesem Beitrag? Das Stück unten, der Saum, wird abgetrennt, dann werden insgesamt 50 cm gestrickt und das Ding dann als Kissenbezug verwendet. Sieht schön aus, ist aber heutzutage zu bunt. Außerdem hat das Dunkeltürkis nicht gereicht. Bilder demnächst, wenn ich mal wieder PC-Zeit habe.
Plötzlich bin ich wieder angemeldet und darf was schreiben.
Bloß... so richtig strickig wird es auch jetzt nicht. Doch, halt!
Gestern habe ich die angefangene Jacke mit dem norwegischen Muster (siehe diesen Beitrag - zwei Beiträge weiter unten) angeschaut und beschlossen, dass ich die im Leben nicht tragen werde und daher einen Kissenbezug daraus machen will. Dafür muss ich nachher den Steek zunähen, ohne ihn je aufgeschnitten zu haben und die untere, doppelte Kante wird ein ganzes Stück weit abgetrennt, sonst wird das an einem Ende zu dick. Das motiviert mich aber, weiterzustricken (wenn ich die Aufträge erledigt und Sockenwünsche erfüllt habe). Passt auch mit den eingestrickten Perlen - wer sich auf das Kissen legt, hat dann Abdrücke :-) :-) :-)
Schrecklich wird mein Leben, weil nebenan das Reihenendhaus abgerissen wird - irgendwann - und neu gebaut wird, und dies monstermäßig, wie man es in München neuerdings so macht. Knapp an die Grenzen, gerade eben der Mindestabstand eingehalten.
Was ich nicht weiß: Zieht der Arsch von Nachbar wieder ein ? (kotz)
...oder ist WENIGSTENS der dann weg? Das wäre ja schon mal was. Ich kann die Hackfresse echt nicht mehr sehen. So ein Arsch.
Auf der anderen Seite unserer zwei Reihenhäuschen ist auch eine "Entkernung" (mindestens) geplant. Da tut sich aber seit einer Ewigkeit nichts.
Ein schönes Ferienhaus haben wir gebucht - für den Sommer. In der Normandie, direkt am Strand gelegen, wirklich direkt... Himmlisch. Angeblich könne man Austern direkt am Strand von den Fischern kaufen. Nun ja. Ich würde die dann aber garen ;-)
Der Job ist etwas frustrierend, weil ich einerseits (wieder mal) mit einer neidischen Kollegin zu tun habe, die mir übel nimmt, dass ich intelligent bin. Da bin ich aber machtlos, sorry. Die nutzt das Amt des Betriebsrats als günstiges Reisebüro. Eine Fortbildung am Timmendorfer Strand? Her damit! :-(
(PFUI, sag ich da). Kein Wunder, dass Betriebsräte einen schlechten Ruf haben!
Andererseits ist der Job frustrierend, weil man nicht wirklich VIEL bewegen kann. Man kann den Kollegen helfen, wenn sie vom Vorgesetzten zum Gespräch geladen werden. Man kann den Standpunkt der Angestellten bei Gesprächen mit der Geschäftsführung verteidigen. Mehr Personal und mehr Planstellen für bestimmte Bereiche kriegt man aber nicht her. Wenn reihenweise Kolleginnen kündigen, weil ihnen der Job zu stressig ist, und ich seit Jahren sage, dass da zu wenig Personal eingeplant ist, und die Tante von der GF sagt, Nein, das sei sogar überplant. Tja. Wer hat Recht?
Abstimmung mit den Füßen. Die Kolleginnen werden allesamt was Besseres finden. Das ist sicher.

Davon wollte ich immer schon mal erzählen. Der "Studenten-Serivs" des Arbeitsamtes der Stadt München. Dort war ich seit dem Abitur immer mal wieder, es wurden Jobs VERLOST.
Diesen formschönen völlig undigital gestalteten Ausweis musste man morgens, vor Acht, abgeben. Dann, um Punkt Acht, wurde - wie beim Kartenspiel - gemischt und jeder bekam eine Nummer. Nummer Eins hatte die erste Wahl bei den täglichen Jobs und so weiter. Dann wurden die Jobs vorgestellt, auch mit Nummern. Beispiel: Job Nummer Eins: Umzugshelfer, männlich, 1-2 Tage, 12 DM pro Stunde, Schwabing.
Ich glaube, die Geschlechter wurden eh von Anfang an getrennt, aber daran erinnere ich mich nicht mehr genau.
Jedenfalls hatte ich selten Glück, eine niedrige Nummer zu bekommen.
Mein allererster Job aus diesem Verfahren war: Ein Tag Zimmermädchen, 12 DM pro Stunde (nein, es waren doch eher zehn), München Nord, Nähe Frankfurter Ring. Grauenvoll. Ich habe mich innerlich aufgeregt, dass ich das Klopapier zu einer Spitze falten musste. Meine Mitarbeiter waren kleine Leute aus der Gegend von Indien, die das tagein-tagaus machen mussten. Schicksalsergeben.
Am Ende des Tages wusste ich, was ich nie wieder tun würde.
Überhaupt die Putzjobs... die waren immer super unbeliebt. Ein einziges Mal brauchte ich das Geld dringender und bin in der Nähe vom Westkreuz bei einer Frau, die grad schwanger war, putzen gegangen. Die wollte aber eigentlich eine Freundin, hatte ich den Eindruck. Grunz. Nie wieder.
Ganz viele meiner Job fanden in der "Produktion" statt. Einmal war ich in einer Gürtelfabrik, wo ich anfangs mit spitzer Schere die Enden der Nähte abschneiden musste. Das waren Stretch-Gürtel mit Lederschließe. Später am Tag durfte ich dann die Stanze bedienen. Zwei-Hand-Betrieb und - zack - wieder fünf Lederstücke ausgestanzt. Neues Fell auflegen. Metallstanzen auflegen und - zack - wieder ...
Einmal ergab sich etwas Längerfristiges. Das war schon in den Neunzigern, glaube ich. Eine Frau wollte, dass ich täglichen die Kassenbelege des Ladens ihrer Schwester überprüfe. Die Chaos-Schwester hatte sich damals zu oft Geld aus ihrer Ladenkasse für privat genommen. Später habe ich auch die Kreditkartenbelege mit den Abbuchungen auf dem Konto der Dame abgeglichen. Und überhaupt... die hat mir einfach immer ihre Handtasche auf den Tisch geleert. War wie bei Aschenputtel, nur dass es tausend Zettelchen waren. Und dann durfte ich erfahren, dass sie in Paris Schuhe für 400 DM gekauft hatte und noch eine Handtasche für 350 DM und so weiter und so fort. Sie war Juristin und hatte jahrelang versäumt, ihre Nachträge in den Gesetzessammlungen einzusortieren. Das war wieder Arbeit für Tage. Ja, bei der war ich jahrelang immer wieder ein paar Tage im Monat...
Privat-Buchhalterin, so könnte man das nennen.
Auch gefallen hat mir ein Job bei einem Dekorationsartikel-Laden in der Sendlinger Straße. Es war Vorweihnachtszeit und wir mussten etliche Regale mit Glitzerzeugs bestücken und Preisschilder anbringen. Da habe ich eine Mitstudentin getroffen, die damals Kunstgeschichte studiert hat, als ich noch im Statistik-Studium gefangen war. Die hat mich später inspiriert.
(Fortsetzung folgt vielleicht oder auch nicht)

Hier bei der Sicherheitsnadel ist die hintere Mitte. Da sollte eine Blütenstengel beginnen (was jetzt auch geklappt hat). Aber mein Hirn hat gestreikt, denn ich wollte auch, dass vorne am Steek eine halbe oder ganze Blume zu sehen ist. Vergiss es. Ich hätte auch seitlich - wie in der Originalanleitung - ein gestreiftes Übergangsfeld akzeptiert. Aber rechnerisch ... uff... das hat einfach nicht hingehaut. Grusel. Jetzt weiß ich gar nicht, warum ich dieses Foto zeige...

Es ist noch nicht genug gestrickt, dass man sehen könnte, dass nun der Steek das Muster IRGENDWO durchtrennt. Aber immerhin habe ich es geschafft, nach mehreren Irrtümern das Muster einzurichten.
Jetzt habe ich nur noch das Problem, dass das dunkle Türkis nicht ausreichen wird und ich helltürkisfarbene Stengel stricken werde. Was dann hoffentlich reicht! Kreisch!
Glücklicherweise hängt mein Leben nicht von dieser Jacke ab. Da hätte ich Bedenken! :-D